Unter dem Motto „Vor den Häusern, auf der Straße“ fand am heutigen Sonntag in Welferode der 1. Straßenflohmarkt statt. Insgesamt nahmen 22 Haushalte teil.

Bunte, mit Helium gefüllte Luftballons wiesen den Besuchern den Weg zu den Verkaufsständen mit allerlei Trödel.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Für den kleinen Hunger zwischendurch wurden im Dorfgemeinschaftshaus Kaffee und Kuchen zum Verkauf angeboten und im Panoramaweg konnten sich die Besucher bei Bratwurst vom Grill stärken.

„Schon 2019 hatten wir die Idee einen Dorfflohmarkt zu veranstalten. Leider machte uns der Ausbruch der Coronapandemie einen Strich durch die Rechnung. Umso mehr freuen wir uns, dass es dieses Jahr endlich möglich war“, sagt Maria Auel und Anita Capitain, die zweite Organisatorin des diesjährigen Flohmarktes, verweist neben den kommerziellen Merkmalen auch auf die soziale Bedeutung eines solchen Marktes. „Es finden Unterhaltungen statt und die Besucher können über den Markt bummeln, um Preise feilschen und mit anderen Besuchern oder Verkäufern ein Schwätzchen halten. Das war uns ganz wichtig.“

Der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee, Kuchen und Bratwurst kommt dem Verein Dorfgemeinschaft Welferode – Zukunft gestalten, Bewährtes erhalten und der Freiwilligen Feuerwehr Welferode zu Gute.

Fazit: Eine gelungene Veranstaltung, die nächstes Jahr unbedingt wiederholt werden sollte.

Text und Fotos: Rolf Walter

Warum heißt es eigentlich Flohmark und wie lange gibt es diese Märkte schon? Gibt es auf diesen Märkten auch Flöhe zu kaufen?

Das Wort Flohmarkt stammt aus dem Französischen (marché aux puces) und bedeutet soviel wie „Markt mit Flöhen“. Bereits im 18. Jahrhundert wurden in Paris solche Märkte veranstaltet, um den armen Menschen die Möglichkeit zu bieten, für wenig Geld Dinge des alltäglichen Lebens, aber auch bereits getragene Kleidung zu kaufen. Da die Menschen damals noch keine Waschmaschinen besaßen und man nicht so gründlich waschen konnte wie heute, war die Kleidung oft noch ein wenig schmutzig. Und da kommt der Floh ins Spiel. Kaufte sich jemand ein gebrauchtes Kleidungsstück, so kaufte er unfreiwillig auch den Floh mit und musste sich fortan mit ihm herumplagen. Aber keine Sorge – heute ist natürlich alles viel sauberer als damals, und Flöhe gibt es dort eigentlich auch nicht mehr.* 

* Quelle: Internet